20 Jahre Mathematik mit Aha-Effekt

Akademie fördert junge Talente aus OWL auf dem Kirchberghof in Herlinghausen

Die Schülerakademie Mathematik OWL hat auf dem Kirchberghof in Herlinghausen ihr 20-jähriges Bestehen gefeiert. Wie das Organisationsteam der Schülerakademie mitteilte, arbeiteten Schüler aus ganz Ostwestfalen drei Tage lang in verschiedenen Projekten zu mathematischen Themen.

Eine Gruppe beschäftigte sich mit Verschlüsselungsmethoden von der antiken Skytale bis zur Strom-Chiffre. Hanno Blömeke vom Warburger Hüffertgymnasium zog dazu eine positive Bilanz. Jakob Klüppel vom Gymnasium St. Xaver in Bad Driburg erklärte mit ihm die mathematischen Hintergründe der Vigenère-Verschlüsselung.

Lehrer Mark Koschmieder sagte, die Teilnehmer hätten sich die Inhalte in Teilen selbst erarbeitet. Für das Projekt entschieden sich nach den Angaben sieben Mädchen und sechs Jungen.

Die Projektgruppe „Spielesimulation mit Excel“ war mit 16 Teilnehmern noch größer. Maximilian Aisch vom Marianum in Warburg berichtete, er habe trotz fehlender Vorkenntnisse schon am zweiten Tag Ergebnisse eines Autorennens programmiert. Zum Schluss arbeitete er an einer Game-of-Life-Simulation von Populationsentwicklungen. Referendarin Inga Kolb lobte die Auffassungsgabe und das Durchhaltevermögen der Sechstklässler.

Den Lauf der Diemel

neu vermessen

In der Gruppe Diemel-Vermessung optimierten die Teilnehmer ihre Ergebnisse nach einem ersten Anlauf durch andere Messpunkte, längere Standstrecken und zusätzliche Messungen. Josephine Steinfadt aus Warburg sagte, die Ergebnisse hätten sich dadurch stark verbessert. Ramona Schulz berichtete, die späteren Berechnungen hätten nahe an den Messergebnissen des Vermessungsbüros Brun-Kroos gelegen.

Das Büro stellte den Schülern zum Schluss der Akademie Profi-Equipment vor und überprüfte die Vermessung mit einer Drohne.

Akademieleiter Michael Venz betonte, die Schüler lernten dabei Problemlöseprozesse von der Planung über mathematische Modelle und digitale Hilfsmittel bis zur Auswertung der Ergebnisse. Rainer Menze, Fachdezernent Mathematik bei der Bezirksregierung Detmold, nannte zudem die Vernetzung mathematikbegeisterter Schüler als wichtigen Nebeneffekt.

Nach Angaben des Organisationsteams ist das Angebot inzwischen auf acht Akademien für die Klassen 6 bis 11 an verschiedenen Standorten angewachsen. Die Osthushenrich-Stiftung trägt demnach einen großen Teil der Kosten. Zum Abschluss gab es eine Urkundenverleihung.

Bericht: Westfalenblatt vom 11.06.2026